SC Pöltner (SPÖ) – “Die SPÖ ist um 10 Jahre hinten nach”
16 November, 2011 von Andreas Khol
Im heutigen Interview mit dem Online-Standard hält BMASK-Sektionschef Pöltner, SPÖ, einige Punkte fest, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.
Freilich finden sich im Interview auch Passagen, denen wir nicht in vollem Umfang zustimmen können.
Jedoch halten wir folgende Passagen für beachtlich:
derStandard.at: Wir haben heute Probleme mit dem Pensionssystem, weil sich früher lange Zeit niemand darum kümmerte. Wen kann man dafür verantwortlich machen?
Pöltner: Die beiden Großparteien. Ich bin SPÖ-Mitglied und ich stehe zu meiner politischen Gesinnung, aber die SPÖ hat da mehr verabsäumt als die ÖVP. Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat zum Beispiel viel für das Pensionssystem gemacht. Warum wir in dreißig Jahren weniger Probleme haben werden, ist wohl ihm zu verdanken. Man kann Schüssel lieben oder nicht, aber er war da staatsmännisch unterwegs. Das ist ein Dilemma der europäischen Politik: Ein Politiker, der über eine Funktionsperiode hinaus denkt, wird nicht mehr gewählt.
Und wenige Zeilen später:
derStandard.at: Was hätte die SPÖ tun müssen?
Pöltner: Sie hätte Maßnahmen im Pensionsrecht setzen müssen, wie es zum Beispiel die ÖVP mit der Einführung des Pensionskontosystems getan hat (Anm. Pensionsreform 2004). Die SPÖ ist um zehn Jahre hinten nach. Was wir jetzt im Invaliditätsrecht gemacht haben, hätte schon in den 90er-Jahren gemacht gehört. Sie macht jetzt das Richtige, aber nicht zum richtigen Zeitpunkt.
Das gesamte Interview finden Sie auf www.derstandard.at !
Mit den besten Empfehlungen Ihr
Dr. Andreas Khol
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Veröffentlicht in Aktuelles | Getaggt mit Pensionen, Reform | 1 Kommentar
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Ich bin kein SPÖ-Vertreter, Wähler oder Sympathisant. Dennoch muss ich spontan zu diesem Artikel anmerken, dass mir das ewige “Kastldenken” in parteipolitischen Kategorien auf die Nerven geht. Es wäre wichtiger gewesen, wenn sich die “Pensionistenvertreter” der ÖVP, hier also der Seniorenbund, bei den Pensionsverhandlungen nicht wieder auf die Einteilung der Pensionisten in Klassen eingelassen hätte. Ständig wurde vollmundig verkündet, dass dieses Mal a l l e Pensionisten eine Pensionserhöhung von – vereinbarten oder gar festgeschriebenen – 2,7 Prozent erhalten würden, womit die Teuerung ohnehin nicht abgegolten ist. Tatsächlich bekommen die sogenannten “Besserverdiener” anscheinend nur 1,5 % und die Wiedereinführung des Alleinverdienerabsetzbetrages ist auch nicht gelungen, obwohl auch diesbezüglich die Ungleichheit erkannt und deren Beseitigung zugesagt wurde. Reden allein, ist zu wenig
Dr. Carli.